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Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Bonn

Verantwortlicher Autor: Universität Bonn Bonn, 26.11.2023, 18:04 Uhr
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Bonn [ENA] Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Bonn. Forschende untersuchen Quantensysteme. Die DFG fördert den Forschungsverbund mit rund 8 Millionen Euro. Das Verständnis von Dynamik und Strukturbildung in Quantensystemen soll der neue Sonderforschungsbereich (SFB) „NuMeriQS: Numerische Methoden zur Untersuchung von Dynamik und Strukturbildung in Quantensystemen“ voranbringen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur Stärkung der Spitzenforschung den SFB an der Universität Bonn ein. Beteiligt sind außerdem das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. Der Start ist für April 2024 vorgesehen. In den folgenden drei Jahren und neun Monaten fließen rund acht Millionen Euro in den Forschungsverbund. Der Transdisziplinäre Forschungsbereich “Matter” an der Universität Bonn hat die Entstehung des SFBs unterstützt. Der Sonderforschungsbereich „NuMeriQS: Numerische Methoden zur Untersuchung von Dynamik und Strukturbildung in Quantensystemen“ verknüpft in der Physik und in der Chemie entwickelte numerische Berechnungsmethoden miteinander und

diese wiederum mit neuesten Entwicklungen in der Mathematik und Informatik. “Wir wollen bisher nicht lösbare Probleme in der Chemie und Physik gemeinsam angehen”, sagt Prof. Dr. Carsten Urbach, Sprecher des neuen Sonderforschungsbereichs. “Herausragend ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physik, Chemie, numerischer Mthematik und Informatik”, so der Physiker vom Helmholtz-Institut für Strahlen- und Kernphysik und von den Transdisziplinären Forschungsbereichen “Matter” und “Sustainable Futures” der Universität Bonn. Weitere Forschende aus dem Transdisziplinären Forschungsbereich “Modelling” kommen hinzu.

Die beteiligten Forschenden wollen numerische Verfahren und Algorithmen weiterentwickeln, um mit Hilfe von Höchstleistungsrechnern und perspektivisch Quantencomputern Quantensysteme in der Chemie sowie der Teilchen- und Festkörperphysik untersuchen zu können. “Es handelt sich dabei um Grundlagenforschung”, sagt Urbach. “Aber es gibt Anwendungsbezug insbesondere in der Chemie, etwa in der Batterieforschung, und der Festkörperphysik.” Neben der Universität Bonn sind auch das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr beteiligt. Co-Sprecherin ist Prof. Dr. Barbara Kirchner vom Clausius-Institut für Physikalische uund Theoretische Chemie der Universität Bonn.

Sonderforschungsbereiche: Sonderforschungsbereiche sind langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Sie ermöglichen innovative, anspruchsvolle, aufwendige und langfristig konzipierte Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen in den antragstellenden Hochschulen. Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind ausdrücklich erwünscht. Sonderforschungsbereiche bestehen aus einer Vielzahl von Teilprojekten.

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