Mittwoch, 03.03.2021 03:30 Uhr

HopWine – Wine-Hope?

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Saint-Rémy, 22.01.2021, 15:26 Uhr
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Saint-Rémy [ENA] Virtuelle Begegnungen und reale Verkostungen, das ist das Konzept der 1. großen internationalen Weinpräsentation im Weinland Frankreich. Als Antwort auf die andauernde Pandemiekrise und ökologische sowie ökonomische Herausforderungen organisiert Hopwine von Januar bis September sieben digitale Events, um den professionellen Wein- und Spirituosenmarkt das Jahr über zu beleben.

Während der Präsenzzeiten der Messe besuchen die internationalen, professionellen Händler virtuell die Stände der Produzenten. Über Videokonferenzen oder per Messenger-Dienste wählen sie die Weine aus, die sie zu verkosten wünschen. Es ist Aufgabe von Hopwine, die von den Produzenten eingereichten Testflaschen in kleine Probeflakons von 2 cl umzufüllen. Dieses Maß entspricht in etwa zwei Probenschlucken, so wie es die Sommeliers gewöhnlich für ausreichend halten.

Diese Pröbchen werden dann an die nachfragenden Kunden in einem Paket versandt. Die Abfüllung erfolgt streng hygienisch in inertem, reaktionslosem Schutzgas. Die erste Veranstaltung hat sich bereits als sehr erfolgreich gezeigt: 3864 Besucher aus 80 Ländern haben teilgenommen, 28000 Flakons in 4226 Päckchen sind in 24 Länder unterwegs, 150 Aussteller aus 7 Ländern partizipieren bei diesem Event.

Im Unterschied zu traditionellen Messen, wo es manchmal schwierig ist, den Service kundengerecht persönlich anzubieten und nur mit Prospekten das Weingut darstellen kann, ist es auf dieser Plattform möglich, einen visuellen Überblick in Form von Kurzvideos und auch technischen Datenblättern einzusehen. Hopwine erlaubt es so den Produzenten, ihre Ausrichtung persönlich zu bestimmen, indem bestimmte Korrelationen, z.B. zwischen Region und Exportland eingegrenzt werden können.

Diese neue Art der Verkostungen ist aus der Sicht von Hopwine nachhaltig. Die Proben sind 100% zu recyceln, die mehrtägigen Reisen zu einer großen Messe entfallen größtenteils. Somit ist der CO2- Abdruck sicherlich deutlich geringer gegenüber traditionellen Veranstaltungen. Die Hopwine bestreitet damit den Weg zur Wein-Hope, der Hoffnung auf gutes Gelingen zum Wohle der Weinwelt. Vom 8. bis 12. Februar startet die 2. Tranche. Dann gilt es im Rahmen einer „Grünen Woche“ Demeter- und Biodynamische Produkte kennen zu lernen.

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